Auf einsamen Balkanpfaden

Prenj-Gebirge
Prenj-Gebirge

Die Regenhose stopfe ich doch noch in letzter Minute in den Rucksack. Ich habe zwar einen Poncho, aber so recht traue ich dem Teil nicht. Es ist Freitag Nachmittag und so langsam lässt der Regen nach. Auf dem Weg zum Bahnhof zeigt sich sogar die Sonne. Egal, die paar Gramm mehr werden mir keine zusätzlichen Schweißperlen auf die Stirn zaubern. Es geht zum vierten Mal auf den Balkan – erst mal ein paar Tage nach Serbien und anschließend nach Bosnien und in die Herzegowina. Anne war schon einmal dort, als das Land noch zu Jugoslawien gehörte und konnte sich an eine wilde Bergregion erinnern. Dort sollte doch auch wandern möglich sein! Wir wollen es herausfinden.

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Mátra Hegység – Auch Ungarn hat Gipfel

Mátra Hegység
Mátra Hegység

Im Herbst wollte ich mit Anne noch einmal in den Karpaten wandern. Das Problem: Ich hatte nur noch 4 Tage Urlaub. Wir brauchten einen Feiertag! Damit waren die Würfel gefallen, es ging nur über den 1. November. So spät im Jahr gab es nicht allzu viele Regionen in den Karpaten, die gut erreichbar waren und eine schöne Herbstwanderung gestatteten. Wenn möglich, durch bunte Wälder aber ohne Schnee. Die Weißen Karpaten in Tschechien vielleicht? Oder die Kleinen Karpaten in der Westslowakei? Nein, mir kam eine bessere Idee!
Drei Berge zieren das Wappen der Slowakei – sie stehen für drei Karpatenmassive: Tatra, Fatra und Mátra. Die beiden ersteren kannte ich bereits, das dritte aber lag nicht mehr in der Slowakei sondern im Nachbarland Ungarn und ziert auch dort das Staatswappen. Warum eigentlich nicht? Alle guten Dinge sind drei, also stand unser Wanderziel fest: Wir würden die höchsten Gipfel Ungarns erklimmen, immerhin über 1000 m hoch und das ist was für’s Land der Puszta.

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Von Schlucht zu Schlucht durch die Westkarpaten

Cheile Râmețului
Cheile Râmețului

Auf meiner ersten Karpatentour in diesem Jahr war es an der Zeit neue Prioritäten zu setzen. Erstens, ich würde nicht allein reisen, sondern mit Anne, die noch nie in den Karpaten Rumäniens wandern war. Zweitens startete ich meine 40. Karpatenwanderung, ein kleines Jubiläum sozusagen und drittens gehörte ich nun zu den Best Agern. Und als Best Ager stolpert man eben nicht früh morgens aus dem Zug und gibt sich die ersten 1000 Höhenmeter bis zum Karpatenhauptkamm, nein wir wollten unseren Wanderurlaub mit einem Wellnessaufenthalt im Thermalbad Băile 1. Mai, rund 8 km südöstlich von Oradea beginnen.
Der Name hatte sich aus der kommunistischen Vergangenheit ins hier und jetzt gerettet. Doch laut einem Bericht in einem meiner Komm-Mit-Bücher sollte es dort neben den Thermen noch eine weitere Attraktion geben, die endemische Weiße Lotosblume – Nymphaea lotus var. thermalis. Ich war gespannt, ob wir vor Ort Seerosen vorfinden würden. Immerhin war der Bericht im Komm Mit über 30 Jahre alt.

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Neues entdecken durch Langsamkeit